Round the World -- Going South

22 04 2013
Unsere Reise durch Neuseeland beginnt! Nach 2 arbeitsreichen Tagen auf der Farm in Murchison ging es erstmal an die Westküste Neuseelands. Direkt hinter Westport liegt eine Kohlemiene mit den Ruinen des ehemaligen Kohledorfes Denniston.

Hier findet man heute nur noch rostende Überbleibsel und Gemäuer die davon erzählen, dass an dieser Stelle vor vielen Jahren Kohle aus dem Berg getragen wurde.


Erste tatsächliche Station unsere Reise ist das Dörfchen Karamea im Norden der Westküste. Dieses liegt ungefähr auf gleicher Höhe wie Neslon, nur muss man einige hundert Kilometer Umweg in Kauf nehmen, da es nur von Süden erreichbar ist. Dazwischen liegt der Abel Tasmal National Park. Möchte man den direkten Weg nehmen, muss man den Heaphy Track drei Tage lang bewandern. Fährt man von Karamea noch ein paar Kilometer in den Norden und steuert dann direkt auf die Berge im Osten zu, kommt man bereits nach wenigen hundert Metern in dichtesten Busch. Wie in Fels gegraben und sehr unwirklich erscheint die Fahrt über die Schotterpiste 14km tief in den Urwald hinein. Am Ziel angekommen befindet man sich im Oparara Basin, welches Teil des Kahurangi National Parks ist: Oparara Basin Von hieraus kann man kürzere oder längere Wanderungen unternehmen und unterschiedliche, teilweise wahrhaftig atemberaubende Felsformationen bewundern. Der Wanderweg (in Neuseeland mal wieder ein super toll aufgeschütteter Kiesweg...sowas bescheuertes. Aber die Kiwis stehen drauf. Suttons waren extrem begeistert davon) führt an einem Fluss entlang, der auf den ersten Blick ziemlich dreckiges braunes Wasser führt. Scheint dann aber die Sonne darauf, hat man auf einmal ein glasklares, orangenrotes Wasser vor sich! Ebenfalls sehr beeindruckend. Unser erster Wanderweg hat uns 4,5km an diesem Fluss entlang geführt. Höhepunkt des Spaziergangs war das Moria Arch Gateway. Ein Felsüberhang mit kleiner Höhle. Der zweite Wanderweg - nur noch 2km lang - hat uns dann zum Oparara Arch geführt. Dahinter verbirgt sich ein 200m langer, 49m hoher und 37m breiter Felstunnel. Absolut beeindruckend!

Am gleichen Tag sind wir dann noch nach Westport runter gefahren, wo Suttons ihre erste Erfahrung mit einem Backpacker/Hostel gemacht haben. Begeistert waren sie nicht unbedingt, aber ich denke, sie werden sich in den nächsten Wochen noch daran gewöhnen ;-) Zumindest werden sie lernen, wie man richtig für ein Backpackers packt. So wie in den ersten Nächten kann das nicht gehen, dass sie immer 10 Taschen mit ausm Auto schleppen müssen.

Von Westport aus ging es dann weiter nach Hokitika. Auf dem Weg dorthin gab es einen schönen Spaziergang auf den Klippen der Westküste mit winkenden Babyrobben ;-) Kurz vor Hokitika haben wir noch Bekannte von Suttons besucht - die haben ein riesengroßes Haus (mit Gästezimmer, welches für über 2000 Doller die Nacht angeblich vermietet wird....crazy!). Zu dem Haus gehört dann noch viel Farmland, auf dem gerade Stück für Stück nach Gold gegraben wird. Die Stelle haben wir auch gleich besucht und konnten die Goldflöckchen bewundern. Die Goldgräber haben auch für uns eine etwas größere Flocke rausgesucht - die ich am Ende behalten durfte! :-D Wie cool ist das denn! Ist mal ein wirklich außergewönlches Andenken. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie ich es am besten aufheben kann :-P

Nach Hokitika kam dann wohl unser längster Reiseabschnitt: Hokitika-Wanaka. Das war dann wirklich mal ein ganzer tage im Auto. Trotzallem mit einigen sehr beeindruckenden Aussichten. Und nachdem ich selber auch schön viel fahren durfte gings eh ;-)


Auf der anderen Seite der Alpen ist der Herbst in Neuseeland bereits komplett angekommen. In Wanaka und Arrow Town leuchten die Wälder in den schönsten Herbstfarben!

Sonntag Abend haben wir dann unsere erste längere Station erreicht: Queenstown. Hier sind wir nun auch schon ein paar Tage. Aber über unsere Erlebnisse hier werde ich euch wohl erst in den nächsten Tagen berichten.


Bis dahinaber wenigstens noch ein paar nette Eindrücke:





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Kommentare

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23 04 2013
#1 Markus
Yeah, alte Minenreste. Ich bin ja immer hin und weg, wenn sich die Natur irgendwas zurückholt (von den Ameisen, die versucht haben, unsere Terrasse zu erobern mal abgesehen...).
Hast du ne Ahnung, wieso der Fluss so braun ist? Irgendwie fehlt mir da grad ne Idee, was das verursacht. Ansonsten: hier ist der Frühling angekommen! ;-) Wenn du mal wieder vorbeischaust, dann besteht größte Hoffnung auf gutes Wetter.
23 04 2013
#2 Anonym
Tolle Bilder, geniale Landschaft. Hast du den Kiwi wirklich in Natura so gesehen oder in irgendeinem Käfig?
Wenn ich mich richtig erinnere, was Thommy immer von den Steinen erzählt hat, könnte es sich um eisenhaltiges Gestein mit Rost handeln.
Liebe Grüße von der M. aus N.
24 04 2013
#3 Nancy
Kiwiiii!! :-) Wie cool!
Und reich bist du auch noch, mit deinem Goldflöckchen ;-)
Und so einen richtig schönen goldenen Herbst... schmacht Aber wollen wir mal nicht meckern - immerhin hat es seit über einer Woche hier in Ilmenau nicht geregnet!!!! :-)

Viel Spaß noch auf eurer weiteren Tour durch Neuseeland und viel Erfolg beim "erziehen" deiner Kiwi-Eltern zu richtigen Backpackern ;-)

Liebe Grüße
25 04 2013
#4 pöcki
So, jetzt muss ich mal klugscheißen! Das ist kein Kiwi, sondern ein Weka! Kiwis sind nachtaktiv!
Ok, ich geb's zu, das sind (sogar ziemlich genau) Anjas Worte, ohne sie hätt ich das auch nicht gewusst... :-) Aber können die Viecher irgendwas? Oder sind das auch Darwins Opfer?
26 04 2013
#5 Anonym
die Formulierung "auch...Opfer" bezieht sich vermutlich auf die Verfasserin?? HIhi.
M.aus N.

Wir wollen neue bilder!
27 04 2013
#6 Anonym
Hahaha, NEIN!!! Fies. :-(

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